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  • phauenstein

Lobe den Fortschritt und nicht die Perfektion

Aktualisiert: 25. Mai 2020


Spornt es dich an, immer der Beste sein zu wollen? Setzt du jedes Mal, wenn du in die Nähe eines anvisierten Ziels kommst noch einen obendrauf? Sehr oft führt ein solches Verhalten in einen Teufelskreis, denn du kannst dich immer weiter verbessern, ganz egal, wie viel Mühe du bereits damit gehabt hast. Die Jagd nach Perfektion ist eine ewige Plagerei und äusserst kräfteraubend. Wenn das Erreichte von dir nie als ausreichend gesehen wird, schwindet dein Selbstvertrauen. Der Perfektionist nimmt die Welt verzerrt wahr und denkt teils unlogisch. Perfektionisten gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen.


Perfektionismus ist weniger Veranlagung als Erziehung und Prägung durch das Umfeld. Eltern, die ihr Kind bei besonderer Leistung mit Liebe und Respekt belohnen, bei Versagen jedoch Sorge und Enttäuschung kundtun, begünstigen die Entwicklung zum Perfektionisten.


Es gibt weitere gesellschaftliche Bereiche wie Kultur, Werbung, Diät, Fitness, Körperkult, Mode und Wohlstand, die Treiber sind für Perfektionismus, Idealismus, Leistungsdruck sowie Selbstwert aus Leistung. Als Eltern in der Familie, als Vorgesetzte im Beruf, als Trainer im Sport, als Lehrer in der Schule oder einfach als Kollegen unter Freunden, machen wir einen gesunden Unterschied, wenn wir den Fortschritt loben und nicht die Perfektion!


An sich zu arbeiten, sich zu verbessern und Fortschritte zu machen, ist richtig und wichtig. Alles andere bedeutet Stillstand und letztlich Rückschritt. Sein Bestes zu geben hat jedoch nichts mit ungesundem Perfektionismus zu tun. In einer von Leistung geprägten Kultur ist es wertvoll, wenn wir den Humor behalten und herzhaft über uns selbst lachen können. Deshalb musst du nicht perfekt sein, es reicht, wenn du brillant bist.


Fühlst du dich auch manchmal unqualifiziert für eine Aufgabe oder eine aktuelle Lebenssituation? Dann bist du in bester Gesellschaft. Wenn wir die zahlreichen Personen in der Bibel miteinander vergleichen, stellen wir fest, dass Gott mit Vorliebe unqualifizierte Menschen für sein Werk gebrauchte. Trotzdem oder genau deshalb hat Gott seine Geschichte mit unserer Welt ausgerechnet mit diesen Menschen geschrieben. Könnte es sein, dass Gott genau deshalb mit Vorliebe unqualifizierten Menschen gebraucht, damit die Ehre und die Anerkennung seiner Allmacht und nicht den Leistungen und Fähigkeiten von Menschen zugeschrieben wird?


Ich könnte mir ausserdem vorstellen, dass es einfacher ist, Laien ohne vorgefasste Meinung auf Gottes Abenteuerreisen mitzunehmen. Fachexperten tendieren eher dazu beratungsresistent zu sein, weil sie bereits eine Vorstellung davon haben, wie die Sache laufen muss. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es üblich ist, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Müssen wir uns nicht hin und wieder eingestehen, dass wir auf andere Personen herabschauen, die wir als weniger perfekt einstufen? Ist es nicht befreiend zu sehen, dass Gott ganz besonders die unqualifizierten für sein Werk gebrauchen kann?


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